Ein starkes Team für die Fahrzeugsicherheit

Continental Safety Engineering International GmbH setzt auf ProCam und MoveInspect DPS

Continental_ProCam-Messraum

Die „Vision Zero“, die Vision vom unfallfreien Fahren, ist eines der Ziele bei der Continental Safety Engineering International GmbH, einem der größten unabhängigen Entwicklungshäuser für Fahrzeugsicherheit in Europa. Sie gehört zur Division Chassis und Safety bei Continental und arbeitet u.a. an Technologien in der Fahrzeugsicherheit und Fahrdynamik. Ausgestattet mit High-End-Technologie und einem erfahrenen Team, betreibt das Unternehmen seit 1992 in Alzenau eine Versuchsabteilung für Sicherheitsversuche rund um das Fahrzeug. Auf der eigenen Fahrzeug-Crashanlage werden reale Crashsituationen unter Laborbedingungen nachgestellt.

Bereits seit 2006 setzt Continental AICONs ProCam System zur schnellen und einfachen Fahrzeugvermessung vor und nach Crash-Tests sowie zur statischen Deformationsanalyse ein. Außerdem arbeitet das Team seit 2013 mit MoveInspect DPS zur online 3D Dummypositionierung. Die Komplettlösung aus einer Hand!

ProCam im Fahrzeug-Crashversuch

Vom Fahrzeug-Crashversuch und Schlittenversuch bis hin zum Airbag-Test oder statischen Karosserieversuch – in Alzenau werden Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu acht Tonnen und Geschwindigkeiten von bis zu 125 Stundenkilometern getestet. Zur Bestimmung der Deformationen werden sie vor und nach dem Crashversuch mittels optischer Verfahren geometrisch vermessen.,

Anfangs wurden die Autos mit einem mechanisch basierten Koordinatenmessgerät überprüft. Optische Systeme jedoch liefern nutzerunabhängige Ergebnisse und sind reproduzierbar – und die Anforderungen der Automobilhersteller steigen. Um am Markt hinsichtlich 3D Vermessung vergleichbar zu bleiben, entschied sich Continental für das ProCam zur statischen Verformungsanalyse. Das System liefert schnelle und genaue Ergebnisse auch bei schlecht zugänglichen Punkten. Zur Messung des gesamten Fahrzeugs ist nur eine Ausrichtung (RPS-Transformation) nötig. Das ist ein enormer Zeit- und Genauigkeitsvorteil, denn es werden „Bocksprünge“ vermieden. Der handgehaltene ProCam Taster ist mit auswechselbaren Messspitzen konfigurierbar, mit denen die zu vermessenen Punkte angetastet werden.

Die Vorbereitungsbox in Alzenau ist als ProCam Messraum ausgestattet. So können Versuchsvorbereitung und 3D Messung in einem Raum stattfinden. Dort wird das komplette Fahrzeug mit Versuchstechnik ausgestattet und mit ProCam geometrisch vermessen: Karosserie, Struktur- und sicherheitsrelevante Bauteile, Innenraum, Instrumententafel, Einzelpunkte, Bestimmung von Konturen. Das Fahrzeugkoordinatensystem wird für die nachfolgende Dummypositionierung in den jeweiligen Türausschnittbereichen mit Messmarken markiert und deren 3D Positionen mit dem ProCam System ermittelt. Das spart Zeit auf der gut ausgelasteten Crashbahn.

Nach dem Fahrzeugcrash erfolgt die Nachvermessung wiederum mit dem ProCam System. In der Auswertesoftware AICON 3D Studio wird automatisch eine statische Verformungsanalyse erstellt. Dabei werden die einzelnen Verformungen an Punkten der Vorvermessung bestimmt. Im Messprotokoll können die Verformungen anschaulich in Übersichtsbildern mit Vektoren visualisiert werden. Die Vektoren können in ihre einzelnen Komponenten (X, Y, Z) zerlegt werden.

MoveInspect DPS-Einsatz beim Schlittenversuch und im Crash

Das Messsystem zur online 3D Dummypositionierung ist bei Continental für zwei Anwendungen im Einsatz: Im Fahrzeugcrash mit kompletten Fahrzeugen und im Schlittenversuch mit Teilkarossen oder Body-in-White (Rohkarosse), beispielsweise für Komponentenversuche oder Airbag-Tests. Das mobile System ist einfach an wechselnden Orten einsetzbar.

Als Vorteil stellte sich unter anderem die Schnelligkeit heraus, da alle am Dummy markierten Punkte (Kopf, H-Punkt, Knie) zeitgleich erfasst und Abweichungen zur Sollposition in Echtzeit angezeigt werden. Ist der Dummy positioniert, werden mit dem kabellosen Aktivtaster taktil weitere relevante Punkte, kürzeste Strecken/Abstände und Winkel bestimmt und protokolliert. Da das Fahrzeugkoordinatensystem (Referenzpunkte im Türausschnittbereich) bereits markiert wurde, kann sofort mit der Positionierung des Dummys begonnen werden – das Einsparpotential ist hoch, da sich die Vorbereitungszeit auf der jeweiligen Versuchsanlage minimiert.
Die Relativbewegungen zwischen Fahrzeug und Messsystem werden zudem automatisch dank der dynamischen Referenzierung kompensiert. Somit ist der gesamte Prozess sicher.

Alles aus einer Hand

Die Kundenanforderungen bezüglich 3D Vermessung, Genauigkeit, Reproduzierbarkeit und Messgeschwindigkeit steigen kontinuierlich. Die Systeme ProCam und MoveInspect DPS bilden bei Continental ein leistungsstarkes Team, das den gesamten Prozess optimiert. Klaus Hillenbrand, Leiter Komponentenversuch bei der Continental Safety Engineering International GmbH, ist mit den Systemen von AICON sehr zufrieden:

„Die nahtlose Kombination von ProCam und MoveInspect DPS reduziert unseren Vermessungsaufwand bei der Crashvorbereitung deutlich und bietet neue Möglichkeiten beim Arbeitsablauf. Vorher nutzten wir ProCam in Kombination mit einem Lasergestell, doch das machte die Messungen sehr umständlich und langwierig. Jetzt können wir viel schneller deutlich mehr Punkte aufnehmen. Wir sparen je nach Aufgabenstellung und Messumfang ca. 70 – 85 % der bis dahin benötigten Zeit ein. Zudem ist die Software optimiert, Messpläne/Templates werden schnell und einfach erstellt. Das steigert die Qualität der Validierung. Wir sparen Zeit und Kosten – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. “

Viele Continental-Kunden arbeiten ebenfalls mit Systemen von AICON – die Kompatibilität der Messergebnisse ist laut Klaus Hillenbrand ein weiterer entscheidender Vorteil für den Informationsaustausch untereinander. Grund genug für Continental, in Zukunft weitere Messaufgaben mit den AICON-Systemen zu lösen.

 
AICON 3D Systems GmbH


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